Wo war ich stehengeblieben? – Nirgends…wollte ich das?

Warum es so unwiderstehlich ist, always on zu sein
social media kleinSie kommen jeden Tag ins Büro, arbeiten nacheinander alle Ihre Aufgaben ab, fahren am Feierabend pünktlich den PC herunter, gehen fröhlich nach Hause und legen die Füße hoch. Ach, echt!?
Bestimmt ist es eher so: Sie kommen ins Büro, fahren den PC hoch und wollen loslegen mit Ihrem für heute gepanten Tagwerk. Da klingelt das Telefon. Ihre Chefin braucht ganz dringend noch Änderungen an der Präsentation. Während Sie noch telefonieren, lesen Sie im internen Chat und notieren sich ein paar To Dos. Nachdem Sie aufgelegt haben, checken Sie kurz Ihren Outlook-Kalender: Drei Webkonferenzen heute, ein Telefonat mit einem wichtigen Kunden und um 17 Uhr ein privater Arzttermin. Im Email-Postfach zig Emails, einige davon als „dringend“ gekennzeichnet. Eine Unzahl an „Statusmeldungen“ aus dem CRM-Tool, die Sie an Unerledigtes erinnern. Den Reminder aus Outlook klicken Sie weg. Read more „Wo war ich stehengeblieben? – Nirgends…wollte ich das?“

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Der ehrbare Kaufmann (Teil 1): Ein Handschlag gilt – auch virtuell!

von Walter Kapp, Geschäftsführer der upDATE Gesellschaft für Beratung und Training

shutterstock_130099715_haendedruck_200x300Was ist es in unserer schnelllebigen Zeit noch wert, jemandem „sein Wort zu geben“? Als Unternehmer sind wir stets gefordert, mit der Zeit zu gehen. Trotzdem können und müssen wir uns, auch wenn wir uns Stück für Stück dem Takt der Digitalisierung unterordnen, bestimmte Werte bewahren, was das Vertrauen und die Zusammenarbeit, aber auch das Herangehen an unser Geschäft betrifft.

 

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Kein Diktat, sondern kreatives Schreiben: Digitalisierung

blog bildMehr und mehr Bereiche des Berufslebens werden heute auf Prozess-Schritte heruntergebrochen, die digital und per Ticketsystem kontrollierbar sind. Nicht nur Mitarbeiter, auch Führungskräfte agieren in vielen Bereichen immer mehr als Teil standardisierter Prozesse und arbeiten Stück für Stück ab, was ihnen immer schnellere und zu Gesamtsystemen verknüpfte digitale Tools vorsetzen. Read more „Kein Diktat, sondern kreatives Schreiben: Digitalisierung“

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Außer vielleicht Atmen

upDATE-Bürohund Kira heute mal ganz anders
upDATE-Bürohund Kira heute mal ganz anders

…tun wir heute kaum etwas so pausenlos wie digitale Dienstleistungen abrufen. Selbst dann, wenn wir uns dessen nicht einmal bewusst sind, ist unsere virtuelle Identität aktiv, bauen Apps, Tools, Social Media Plattformen und Suchmaschinen um uns herum unser ganz persönliches Haus vom Nikolaus, rauf, rüber, runter – link, like, track…und finished.

In dieser schönen neuen Welt nimmt Big Data uns an die Hand und zeigt uns anhand unserer Profile, was wir sehen, fühlen, denken, meinen und uns wünschen. Da wollen sich manche schon lange vor der Bescherung am liebsten losreißen und heulend davonrennen, weil sie um ihre Freiheit und Selbstbestimmtheit, oder einfach ihren Job fürchten. Andere springen, kaum dass es klingelt, begeistert hinein in die gute Stube, weil es doch allzu schön daherleuchtet, das digitale Versprechen auf immer weniger Zweifel, Plackerei und Unsicherheit. Die Allermeisten aber gehen halt einfach mit, ohne sich groß aufzuregen. Freuen sich daran, wie praktisch und einfach Vieles durch die Digitalisierung wird, modernisieren ihre Geschäftsmodelle und ihr Kontaktverhalten, surfen, chatten, arbeiten und flirten online, werden reich, berühmt, bequem, papierlos, effizient oder alles zusammen. Und beklagen ab und zu „Schnelllebigkeit“ und den Verlust an Bodenständigkeit und Echtheit.

Dann legen sie kurz mal das Spielzeug weg und finden plötzlich auch offline noch jede Menge Sinnvolles zu tun. Naja, wen wundert’s? So sind wir Menschen eben nun mal: Mehrdeutig, widersprüchlich, opportunistisch und einfach nicht zu fassen (was die Algorithmen nicht wenig ärgern dürfte!). Zum Beispiel auch an Weihnachten: Da wünscht sich jeder Besinnlichkeit und rennt dann doch genervt und hektisch durch die Stadt (oder eben durch die Online-Shops). Da graust es einem vor Kitsch und Sentimentalitäten und doch gibt’s am Weihnachtsabend wieder glänzende Augen bei der Bescherung (oder eben eine wilde Emojis-Schlacht). Und der Atheist der Familie geht auf einmal doch mit in die Kirche, weil es eben irgendwie dazugehört.

Ist das nun schlimm? Nein, es ist herrlich! Es ist das, was das Leben reicher und bunter macht, fröhlich erhaben über das Schwarz-Weiß und den binären Code. Und uns zu Menschen, die Computern Einiges voraushaben.
Die Fähigkeit, Unwägbarkeiten und Ambivalenzen auszuhalten, mit ihnen zu leben und sie sogar bereichernd zu finden, sollten wir nicht verlernen, auch wenn uns Technologien dazu verlocken wollen, da endlich mal aufzuräumen. Sicher bringen sie uns in vielen Bereichen große (Fort)schritte. Erlösen werden sie uns aber nicht – weder vom Bösen noch vom Bunten. Denn dazu sind wir viel zu viele: Menschen.

Frohe Weihnachten und einen genauso pragmatischen wie optimistischen Start ins neue Jahr wünscht Ihnen das gesamte upDATE Team!

 

Zum Lesen und Lachen:

Ursus Wehrli: Kunst aufräumen
Miriam Meckel: Next. Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns. Reinbek bei Hamburg, 2011

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Digitalisierung: Einfacher wird nichts

wolkeheliKennen Sie das? Sie schälen Kartoffeln und werfen die Schalen in die eine, die Kartoffeln in die andere Schüssel. Nach kurzer Zeit machen Sie das ganz unbewusst und automatisch und werden auch immer schneller. Nebenbei sehen Sie fern, lesen die Zeitung oder unterhalten sich – bis Sie plötzlich merken, dass Sie schon seit geraumer Zeit die Kartoffeln zu den Schalen werfen und umgekehrt.
“There’s a direct correlation in our ability to not think and our ability to perform well”, schreibt der amerikanische Psychologe Jonathan Fader. Dass man bei etwas versagt, was man eigentlich im Schlaf beherrscht, hat mit Stress und plötzlicher Überreflektiertheit zu tun – der Klassiker für das choking under pressure ist der verschossene Elfmeter. Read more „Digitalisierung: Einfacher wird nichts“

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